Was ein digitaler Zwilling bei uns ist
Ein digitaler Zwilling ist bei Twin.Link eine ganzheitliche digitale Repräsentation eines physischen Objekts, Prozesses oder Systems. Alle relevanten Informationen, Zustände, Eigenschaften und Verhaltensregeln sind zentral in einem Objekt zusammengefasst. Der Zwilling kann selbstständig auf Ereignisse reagieren und mit anderen digitalen Zwillingen interagieren — ohne übergeordnete externe Steuerungslogik.
Zu jedem realen Objekt gibt es dabei genau einen digitalen Zwilling, nicht mehrere zweckgebundene Modelle. Er wird über den Lebenszyklus hinweg angereichert, nicht dupliziert: Er beginnt als Struktur, bekommt Variablen, dann Livedaten, dann Dokumente, dann räumliche Eigenschaften. Alle Informationen sammeln sich an demselben Objekt.
Worin wir uns unterscheiden
| Klassischer Ansatz | Twin.Link |
|---|---|
| Oft passives Datenmodell | (Re)aktives Objekt |
| Daten verteilt über mehrere Systeme | Alle Informationen zentral im Objekt |
| Logik in externen Systemen | Verhalten direkt im Zwilling |
| Mehrere Modelle eines physischen Systems | Ein ganzheitlicher, objektbasierter Zwilling |
Möglich ist das, weil Twin.Link objektbasiert speichert und eine speziell für digitale Zwillinge entwickelte Datenbank nutzt — sie vereint Fähigkeiten, die relationale Datenbanken, NoSQL-, Zeitreihen- und Graph-Datenbanken alleine nicht bieten.
Wofür wir antreten
Unsere Mission ist es, den deutschen Mittelstand auf seinem Weg zur Industrie 4.0 zu unterstützen und zu begleiten.
Unsere Vision ist es, den Mittelstand in die Lage zu versetzen, das Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen — ohne dafür auf ein eigenes IT-Team angewiesen zu sein.
Woher wir kommen
Gründer Derk Weber ist seit 1991 Geschäftsführer der Abacus Maschinenbau GmbH in Osnabrück, einem Hersteller von Drückmaschinen. Als Industrie 4.0 und digitale Zwillinge aufkamen, entwickelte Abacus 2018 den PREMO Smart Service 4.0 — einen digitalen Service für die in Serie produzierte Drückmaschinenreihe PREMO.
Maschinenbetreiber konnten damit den Zustand der Maschine in Echtzeit überwachen: Livewerte von Sensoren und Aktoren in einer Weboberfläche, Grenzwerte mit Benachrichtigungen, historische Verläufe von Messwerten, Dokumentation direkt am Bauteil. Dazu ein Ersatzteil-Shop mit Angebotsanfrage, Wartungsprotokolle und produktbezogene Messwerte bis hin zum digitalen Produktzwilling.
Die Resonanz brachte die Idee hervor, diese Erfahrung als modulare, herstellerunabhängige Software anzubieten — damit andere Maschinenhersteller und Betreiber sich einen solchen digitalen Zusatzservice selbst aufbauen können, ganz ohne Programmierkenntnisse. 2022 wurde dafür die Twin.Link GmbH gegründet; nach der Aufbauphase startete sie im März 2025 in die aktive Weiterentwicklung.
Der Ursprung ist zugleich ein Kerngeschäftsfeld: Was Abacus für die eigene Maschine baute, können Maschinenhersteller mit Twin.Link für ihre Maschinen selbst erstellen — per Drag & Drop statt per Softwareentwicklungsprojekt.
Hinter Twin.Link steht als Investor die Abacus neo GmbH, ein Company Builder, der junge Unternehmen und Ausgründungen nicht nur finanziert, sondern beim Aufbau begleitet.